Vortrag über Uganda

Nicht die Welt retten wollen, sondern kommen um zu lernen – unter diesem Motto könnte der Einsatz stehen, den Frau Claudia Sandweger im Rahmen eines entwicklungspolitischen Jahres in Uganda verbracht hat. Unseren Schülerinnen und Schülern brachte sie diese Art des Kennenlernens anderer Länder und Kulturen im Rahmen von insgesamt drei nach Klassenstufen gestaffelten Vorträgen nahe. Dabei berichtete sie über ihr Jahr in Uganda, über ihre Erfahrungen mit Mofa-Taxis, baumkletternden Löwen und aus Plastikbeuteln geschlürften Suppen. Sehr anschaulich wurden dabei die Lebens- und Essgewohnheiten in diesem afrikanischen Land. Ebenso bekamen die Zuhörerinnen und Zuhörer einen Einblick in die faszinierenden Landschaften und in die Tierwelt Ugandas. Aber auch über die politische Lage, das Verhältnis zu den Nachbarländern und über soziale Probleme informierte die Referentin. Ganz konkret wurde es, als Frau Sandweger über ihren Einsatz in einer Schule erzählte. Die Schulen sind nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern die Kinder bekommen dort auch eine Mahlzeit und übernachten in der Schule, wo der Heimweg zu weit ist. Deswegen setzte die Referentin sich zusammen mit anderen Helfern auch für die Anschaffung einer Trinkwasseraufbereitungsanlage ein, sammelte Geld für den Bau von Toilettenanlagen und möchte als nächstes eine Schulküche finanzieren. Besonders für dieses aktuelle Projekt wird das Geld verwendet werden, das im Rahmen des Vortrags gesammelt wurde.

Erfolgreiche Teilnahme an naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben

Bereits zum dritten Mal in diesem Schuljahr stellten die beiden Schülerinnen Lisa Fleischer und Jasmin Thiara (10b) ihr naturwissenschaftliches Denkvermögen unter Beweis. Sie nahmen erfolgreich am Schülerwettbewerb ‚Experimente antworten‘ teil. Die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs beschäftigte sich mit Phänomenen der Optik. Die beiden Schülerinnen führten aufwändige Versuche zu dieser Thematik durch, die sie in einem ausführlichen Versuchsprotokoll dokumentierten. Sie wurden vom Schulleiter Herrn Ettengruber und ihrer betreuenden Lehrkraft Frau Bagung mit Urkunden geehrt und für ihr Engagement gelobt.

Auch von der Internationalen Junior Science Olympiade gibt es Neuigkeiten. Kevin Keck und Jan-Niklas Lichtinger (9a) nahmen beide an der dritten Wettbewerbsrunde teil. Diese umfasste eine Klausur, die neben Multiple Choice Aufgaben auch theoretische Aufgaben in offenen Aufgabenformaten enthielt. Ein erfolgreiches Bestehen der dritten Runde, ermöglicht den Einzug ins Bundesfinale. Leider verpasste Kevin diesen knapp. Jan-Niklas absolvierte auch die Klausurenrunde erfolgreich und wird daher im kommenden Schuljahr nach Hannover zum Bundesfinale reisen. Die Schulfamilie wünscht ihm viel Erfolg und drückt die Daumen, dass er auch diese Runde erfolgreich meistert.

Kulinarische Zeitreise des P-Seminars „Make history happen – Geschichte zum Anfassen“ – oder vielmehr: zum Essen

Am 12.07.2019 durften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6D gemeinsam mit Anna Heiland und Lucie Paschke, unter der Leitung von Frau Fischer, eine kulinarische Zeitreise ins Altertum erleben.

Zunächst wurden den Kindern in der Mensa die Kochutensilien, Rezepte und das Quiz über die Essenskultur und Geschichte der antiken Römer, Griechen und Ägypter vorgestellt.

Anschließend teilten sich die Schüler der sechsten Klasse in drei Gruppen auf, die sich jeweils um die Vor-, Haupt- und Nachspeise kümmerten.

Während die eine Gruppe kochte, durften die anderen beiden das vorbereitete Quiz mit Hilfe von bereitgestellten Infoblättern bearbeiten.

Nachdem das Essen von den Kindern vorbereitet worden war, wurde es gemeinsam gegessen. Nach der ägyptischen Vorspeise, einem leckeren Bulgursalat, machte sich jedes Kind seinen griechischen Pfannkuchen selbst. Als Nachspeise wurden Quarkbällchen in der Pfanne angebraten und anschließend mit Honig und Mandeln verzehrt.

Die Auswertung des Quiz‘ erfolgt die Tage darauf und am 19.07. werden dann die Gewinner bekannt gegeben und mit einer kleinen Überraschung belohnt.

Zuletzt möchten wir uns noch bei den begleitenden Lehrkräften Frau Ringlstetter, Frau Lettow und Frau Zuchs recht herzlich bedanken.

"Wehret den Anfängen"

„Ihr seid die Elite der deutschen Jugend!“-

In diesem Bewusstsein wurde der heute 90-jährige Gerd Plorin an einer sogenannten Nationalpolitischen Erziehungsanstalt, kurz Napola, im Geiste des Nationalsozialismus er­zogen.

Am 8. Juli 2019 erzählt er im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung „Erziehung im Nationalsozialismus – ein Zeitzeugengespräch“ von seinen Erfahrungen als Kind in der NS-Zeit, die mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 beginnt. OStRin Susanne Beer und OStRin Elisabeth Ringlstetter hatten zu diesem Fortbildungsnachmittag eingeladen.

Als Plorins Grundschulzeit in Oldenburg zu Ende geht, erhalten seine Eltern ein Schrei­ben, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass ihr Sohn als grundsätzlich geeignet für die Ausbil­dung an einer Napola eingeschätzt wird. „Das war eine Auszeichnung“, berichtet Plorin, zumal seine Eltern nicht Mitglieder der NSDAP waren.

Bevor für ihn die eigentliche Schulzeit an der mehrere hundert Kilometer entfernten Napola in Naumburg an der Saale beginnen kann, müssen Plorin und die anderen 10-Jährigen zweiwöchige Aufnahmeprüfungen in Schloss Plön überstehen. Dazu gehören auch Mutproben, die z.B. darin bestehen, aus dem 2. Stock in ein aufgespanntes Sprungtuch zu springen.

Die Jahre an der Napola sind für Plorin einerseits davon geprägt „geknechtet“ und „geschliffen“ zu werden, andererseits wird den Jungen immer wieder bewusst gemacht, dass sie „die Elite der deutschen Jugend“ seien und darauf stolz sein können.

Die Außenanlagen der Schule hat Plorin in positiver Erinnerung: „Wir hatten alle Möglich­keiten“, so gab es in Naumburg eine Leichtathletikanlage, eine Eisbahn, einen Reitplatz und sogar Segelflugzeuge. Außerdem hebt Plorin immer wieder die Qualität des Unter­richts und der Bildung hervor. Freizeit kennt er als Napola-Schüler jedoch nicht – jede Mi­nute des Tages ist vorab geplant.

Welch verbrecherischem System diese Jungen später dienen sollten, begreifen Plorin und seine Mitschüler erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Plorin ist zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt.

Am Ende des Zeitzeugengesprächs wendet sich Gerd Plorin noch einmal direkt an die an­wesenden Lehrkräfte, die gebannt an seinen Lippen hängen. Er äußert sich besorgt über aktuelle politische Strömungen in Deutschland und die Parolen, die fast schon salonfähig geworden sind. Er ist davon überzeugt, dass aus der Geschichte eine Verantwortung der Deutschen für die Zukunft erwächst. Daher appelliert er an seine Zuhörer: „Wehret den Anfängen!“

OStRin Susanne Beer

(Foto: Dieter Kraus)

Erfolgreiche Teilnahme am Bayerischen Schülerleistungsschreiben (Jahresbericht 2019)

Die Nutzung digitaler Medien gehört für unsere Schülerinnen und Schüler zu ihrem Alltag, sei es in der Schule oder im privaten Bereich. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 nutzte daher auch dieses Jahr bereitwillig das Angebot, im Rahmen des Wahlunterrichts im Fach Textverarbeitung/Informations-technische Grundbildung das Zehnfingerschreiben am Computer zu erlernen. Durch die Teilnahme am Bayerischen Schülerleistungsschreiben, das alljährlich vom Bayerischen Stenografenverband in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus ausgeschrieben und durchgeführt wird, wurde ihnen zudem die Möglichkeit eröffnet, für ihre Fertigkeiten ein Zertifikat zu erwerben. Zusätzlich waren unter den Wettschreibern auch einige Teilnehmer, die bereits in den Vorjahren das 10-Finger-System erlernt hatten und zwischenzeitlich ihre Anschlagzahl weiter erhöhen konnten. In der Sparte „Texterfassung am PC“ konnten sie sich in einer 10-Minuten-Abschrift zum Thema „Ballonfahren im Winter: Schweben und genießen“ bayernweit in Bezug auf Schreibsicherheit und -geschwindigkeit messen. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler schafften die geforderte Mindestanschlagzahl, bei den meisten reichten die Ergebnisse auch hinsichtlich der Fehlerzahl zum Bestehen. Nahezu die Hälfte aller Schreiber konnte sogar hervorragende bzw. sehr gute oder gute Ergebnisse erzielen. Als Anerkennung für ihre Leistung wurde ihnen eine Urkunde des Bayerischen Stenografenverbands überreicht, so dass sie für ihr Engagement über den Pflichtunterricht hinaus und den zusätzlichen Zeitaufwand belohnt wurden.

Wir freuen uns über den gezeigten Einsatz und gratulieren den erfolgreichen Wettschreibern sehr herzlich!

Anita Baumgartner

Elisabeth Rembeck