Artikel zum Lesenachmittag am 12.02.2020 in den Klassen 5c bzw. 5e

Einfach einmal nur schmökern oder die Freude am Lesen einen Nachmittag lang intensiv erleben – ein Angebot nicht nur für „Bücherwürmer“ und „Leseratten“

 

Auf Initiative von Ingrid Bauer kamen die Klassen 5c und 5e in den Genuss eines besonderen Angebots zur Leseförderung: Sich einmal nach Herzenslust mit Büchern beschäftigen, vorgelesen bekommen, all das ganz ohne Leistungsdruck und ohne unterrichtliche Vorgaben. Im Rahmen eines Lesenachmittags im Februar 2020 wurden die Teilnehmer zunächst in etwa drei gleich große Gruppen aufgeteilt und durchliefen dann drei Workshops mit unterschiedlich gestalteten Schwerpunkten. Dabei lag das Augenmerk bewusst auf einem breit gefächerten Angebot an Lektürestoff, um sowohl Mädchen als auch Jungen inhaltlich anzusprechen. Außerdem wurde bei der Konzeption der Veranstaltung Wert daraufgelegt, die Bedeutung des Lesens als fächerübergreifende Grundkompetenz zu vermitteln. Thomas Viehbacher, der die Klassen in Natur und Technik unterrichtet, hatte in Zusammenarbeit mit der Kreis- und Stadtbibliothek für eine große Auswahl an Sachbüchern zu Naturphänomenen und naturwissenschaftlichen Themen im Allgemeinen gesorgt. Den Kindern wurde so der große Stellenwert des Lesens vermittelt, um Sachverhalte zu verstehen, das persönliche Allgemeinwissen zu erweitern und stückweit auch die eigene Neugier bzw. Wissbegier zu stillen. In einem weiteren Programmpunkt war eine Runde Vorlesen angesagt. Elisabeth Rembeck hatte einige Neuerscheinungen auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt gesichtet und präsentierte Auszüge aus den Romanen „Sonne, Moon und Sterne“ von Lara Schützsack sowie aus „Vier Wünsche ans Universum“ von Erin Entrada Kelly, dem Buch, das 2019 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Eingekuschelt in die Sofas und Sitzkissen des gemütlich ausgestatteten Leseraumes konnten die Schüler mit den Protagonisten mitfiebern, mitträumen und Vermutungen anstellen, wie die Geschichte wohl weitergehen würde. Im dritten Workshop dieser kleinen Leseakademie, der von Frau Bauer geleitet wurde, konnte der enge Zusammenhang von Bild und Text anhand ausgewählter Comics erlebt werden. Die 5.-Klässler „verschlangen“ die jeweils bereitgestellte Literatur in den freien „Schmökerphasen“ und fanden dabei je nach ihrem persönlichen Geschmack Lesestoff. Rege Diskussionen über diese sehr unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Zugang zum Lesen und zur Literatur zu finden, zeigten in den Pausen das große Interesse der Schüler. Da aktives Lesen ein hohes Maß an Konzentration fordert, kamen auch Spaß und Spiel nicht zu kurz; und den Kindern wurde in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit gegeben, sich in Bewegungsspielen auszutoben.

Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus dem Team der Kreisbibliothek unter Leitung von Herrn Jablonski, das die Bücherkisten für die Workshops in gewohnter Weise einfühlsam und dem Alter der Schüler entsprechend zusammenstellte.

Es bleibt zu hoffen, dass derartige Leseevents die Schüler darin bestärken, Lesen als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu erleben und damit gleichzeitig ihre „analoge“ Medienkompetenz zu erweitern.

Ingrid Bauer, Elisabeth Rembeck, Thomas Viehbacher

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