Einladung zum Sommerfest 2019

Einladung

Historische Schnitzeljagd des P-Seminars „Make history happen – Geschichte zum Anfassen“

„Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt!“

Ganz nach diesem Prinzip wurde im Zuge des P-Seminars eine historische Schnitzeljagd durch die Innenstadt Dingolfings für die Klasse 7d organisiert. Mit viel Eifer und Motivation jagten die Schüler von einer Station zur nächsten: vom Marienplatz über die Hochbrücke bis zur Herzogsburg. Die Fragen wurden in Teamarbeit blitzschnell gelöst, immer im Hinblick darauf, schneller als die andere Mannschaft zu sein, um den Preis zu gewinnen. Egal, ob das Skizzieren von Gebäuden, das Beantworten von Fragen oder auch nur das Verstehen der Hinweise für den nächsten Ort… Keine der Aufgaben erwies sich als allzu großes Hindernis und alle schienen ihren Spaß an dem Projekt zu haben.

Nach dem Motto „Nach der Arbeit die Belohnung“ ging es für alle dann zum Eis essen, wobei beide Teams beinahe gleichzeitig am Zielort ankamen, der durch Buchstaben in vertauschter Reihenfolge beschrieben worden war.

Bedanken möchten wir uns hierbei noch recht herzlich bei den begleitenden Lehrkräften!

Barbara Huber und Laura Woller als Jahrgangsbeste im Fach Deutsch mit einem Jahresabonnement der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. ausgezeichnet

Mit jeweils einem kostenlosen Jahresabonnement der Zeitschrift Der Sprachdienst würdigte die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. die herausragenden Leistungen der Abiturientinnen Barbara Huber und Laura Woller, beide Absolventinnen des Gymnasiums Dingolfing, im Fach Deutsch. Während Barbara Huber sich mit der Aufgabe zur Lyrik auseinandergesetzt hatte, hatte sich Laura Woller für die Aufgabe zum textbezogenen Argumentieren entschieden. Im ersten Thema galt es, das Gedicht „Wonne der Einsamkeit“ von Ludwig Tieck zu interpretieren und herauszuarbeiten, wie das Motiv der Einsamkeit im Tieck-Gedicht und vergleichend dazu in Erich Kästners Gedicht „Kleines Solo“ gestaltet ist. Der Argumentationsaufgabe lag der Text „Lob der Okayheit“ von Sascha Lobo zugrunde. Nach einer gründlichen Analyse von Argumentationsstruktur und Verfasserintention ging es in der von der Abiturientin gewählten Aufgabenvariante darum, der Frage nachzugehen, ob mediale Kommunikation einen Beitrag zur Toleranz leisten könne. Hier wurde gefordert, im Unterricht erworbenes Wissen sowie eigene Kenntnisse und Erfahrungen zu den Themenbereichen „Medien“ und „Kommunikation“ einzubringen. Beide Abiturientinnen haben sich äußerst überzeugend und souverän mit den jeweils gewählten Themen auseinandergesetzt, so dass sie in exzellenter Weise die Herausforderungen bewältigt und jeweils die Bestleistung von 15 Punkten erzielt haben. Daher wurden sie von der Schule als diesjährige Preisträger vorgeschlagen. Im Rahmen der feierlichen Absolvia in der Stadthalle Dingolfing am 28.06.2019 konnte Schulleiter OStD Helmut Ettengruber die beiden Absolventinnen zu ihrem Erfolg und der damit verbundenen Auszeichnung beglückwünschen. An dieser Stelle nochmals alles Gute und herzlichen Glückwunsch zur gezeigten Leistung, verbunden mit dem Wunsch, die Preisträger mögen auch zukünftig ihr Interesse für die deutsche Sprache und Literatur bewahren und vertiefen. Ein großes Dankeschön gebührt dabei der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. für die Bereitschaft, auch in diesem Jahr die Würdigung der Jahrgangsbesten im Fach Deutsch durch die Vergabe der Freiabos großzügig zu ermöglichen.

Elisabeth Rembeck

Absolvia 2019

Einhundert Abiturientinnen und Abiturienten erhielten am Freitag, 28.06.2019, aus den Händen von Schulleiter Helmut Ettengruber und seiner Stellvertreterin Elisabeth Rembeck anlässlich der Absolvia 2019 ihre Abiturzeugnisse. Die Übergabe erfolgte nach den Grußworten des stellvertretenden Landrats Herrn Werner Bumeder und des stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Herrn Hans Fischer sowie der Abiturreden der Absolventen und des Schulleiters. Die Vorsitzende des Fördervereins Frau Maria Höschl überreichte abschließend die diesjährigen Sonderpreise des Fördervereins für besonderes soziales Engagement. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von verschiedenen Ensembles des Q12 sowie des Lehrerchores.

Das Foto zeigt die mit Buchpreisen, Urkunden und einem Abitur mit einem Einserschnitt ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen.

Dirk Reinhardt liest für die 9. Klassen

Am 7. Juni 2019 las der in Münster lebende Autor Dirk Reinhardt aus seinem Jugendroman „Edelweißpiraten“ für alle 9. Klassen. Im 1. Teil der 90-minütigen Lesung widmete sich Reinhardt ganz dem historischen Hintergrund und einzelnen Passagen des Romans. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass es sich bei den Edelweißpiraten um eine Jugendorganisation zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland handelte, die auf ganz eigene Art nach Freiheit strebten und sich gegen das Regime auflehnten. Die Mitglieder stammten hauptsächlich aus der Arbeiterschaft. Sie grenzten sich durch ihren recht informellen eigenen Kleidungsstil – sie trugen lange Haare und lässige Kleidung – von den Einheitsuniformen der Hitlerjugend ab, mit der sie sich des Öfteren Straßenschlachten und Massenprügeleien lieferten. Oberste Priorität hatte die Freiheit, die sie bei geheimen Treffen oder Ausflügen feierten. Dass das Regime sich derartige Provokationen nicht lange gefallen ließ, steht außer Frage. Bald bekam die HJ entsprechende Unterstützung von Polizei, SS und Gestapo, und die Edelweißpiraten wurden verfolgt. Obwohl sie zunächst keine politische Organisation waren, entwickelten sie allmählich ein politisches Bewusstsein. So verteilten sie Flugblätter, schrieben Parolen an Hausmauern oder versuchten, Züge mit Munition zu stoppen. Wurden sie gefasst, drohten Folter, der Abtransport ins KZ oder gar die Hinrichtung vor den Augen ihrer Mütter.
Neben historischen Fakten und Tatsachen bietet der Roman auch einige interessante Themen und Motive. So zeigen die Jugendlichen beispielsweise Mut und Entschlossenheit, sich selbstbestimmt gegen Unfreiheit und Unrecht einzusetzen. Die besondere Erzählstruktur des Romans, in dem zwei Ich-Erzählungen ineinander verflochten sind, bietet dabei ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Der ehemalige Edelweißpirat Josef Gerlach erzählt dem 16- jährigen Daniel, der Gerlach als alten Mann kennenlernt, seine Geschichte. Er überlässt ihm dazu seine Tagebucheinträge aus der Zeit des Nationalsozialismus. In Gesprächen mit dem alten Mann erfährt Daniel noch mehr über diese Zeit, schließlich erkennt er am Ende, was die Edelweißpiraten mit ihm und seiner eigenen Familiengeschichte zu tun haben.

Sichtlich begeistert vom Vortrag und der Thematik beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv an der Frage- und Diskussionsrunde, die den 2. Teil der Lesung umfasste. Dirk Reinhardt erklärte dabei z. B. ausführlich seinen Beruf und seine Arbeit. So sieht er seine Aufgabe als Jugendbuchautor darin, junge Menschen für das Lesen und für Literatur zu begeistern. Dabei beschäftigt er sich gerne mit spannenden und witzigen Themen, aber auch mit Themen, die die Jugendlichen zum Nachdenken auffordern. Ferner fließen in seine Bücher auch eigene Erfahrungen und Erlebnisse ein, so hat der Autor z. B. für das Buch „Edelweißpiraten“ umfangreiche Recherchen unternommen und dabei auch mit vielen Zeitzeugen gesprochen. Insgesamt war es eine packende und informative Veranstaltung, die als eine Bereicherung für den Deutsch- und Geschichtsunterricht der 9. Klassen gesehen werden kann. Die Lesung wurde durch eine großzügige Spende des Fördervereins des Gymnasiums bezuschusst, dem an dieser Stelle nochmals herzlich dafür gedankt sei.

StRin Bettina Hiergeist