„Be the change: unite for a better internet” - unter diesem Motto fand am Gymnasium Dingolfing anlässlich des internationalen Safer Internet Days am 7. Februar eine Veranstaltung für die 6. Klassen rund um das Thema Internetsicherheit statt.

Eine bunte Schultüte gefüllt mit einem Smartphone und einer Spielkonsole anstatt mit Schreibzeug und Bonbons - sieht so der erste Schultag in der Zukunft aus? Vor diesem Hintergrund entstand in dem Workshop „Medien - non stop“ eine lebhafte Diskussion darüber, ob und in welchem Maß Kinder mit Elektronik und Medien konfrontiert werden sollten. In einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung konnten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Medienkonsum reflektieren. Wie lange surfe ich im Internet? Wie oft nutze ich mein Handy? Wie viel Zeit verbringe ich mit Computerspielen? Aus dieser Umfrage ging deutlich hervor, dass das Internet und die Nutzung digitaler Medien für den Großteil der Schüler ein unverzichtbares Element in ihrem Alltag darstellten.

Keinesfalls alltäglich sollte allerdings der zahlreichen Eltern und Jugendlichen bekannte Familienstreit wegen des Medienkonsums werden. Aus diesem Grund erarbeiteten und diskutierten die Schüler Regeln, die die Mediennutzung so in den Alltag integrieren sollten, dass weder Schule noch Freizeit darunter leiden. Als Fazit nahm jeder Einzelne den Vorsatz mit auf den Weg, in Zukunft öfters einmal offline zu gehen und hin und wieder bewusst auf Medien zu verzichten.

 

Um das „online-Sein“ ging es anschließend in dem Workshop zum Thema „WhatsApp“. Fragt man heutzutage junge Leute nach den Handy-Apps, die ihnen am wichtigsten sind, stehen sogenannte Instant Messenger Apps wie Facebook, Skype und WhatsApp ganz oben - auch für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Diese sammelten in einem Brainstorming positive und negative Aspekte zu WhatsApp. So könne man beispielsweise gut mit Menschen in Kontakt bleiben, die weit weg wohnen, oder im Klassenchat nach der Hausaufgabe fragen. Gleichzeitig gaben die Schüler jedoch an, dass sie z.B. Beleidigungen oder eine regelrechte Überhäufung mit Nachrichten als unangenehm empfänden. Um die App besser kennenzulernen, beschäftigten sich die Schüler mit Fragen zu den Nutzungsbedingungen und den Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise „Ab welchem Alter darf WhatsApp genutzt werden?“, „Wer kann mein Profilbild und meinen Status sehen?“ und „Wie kann ich einen Kontakt blockieren?“.

Im Internet ist es oft schwierig, zwischen legal und illegal zu unterscheiden. Mit einem Klick kann sich jeder strafbar machen - vielleicht ohne es zu wissen. Wie dies zu vermeiden sei, führte den Schülern der Polizeibeamte Konrad Stöger, der für die Prävention und Jugendarbeit zuständig ist und sich immer wieder mit Straftaten im Zusammenhang mit dem Internet befasst, vor Augen. Beim Download von Bildern etc. oder beim Veröffentlichen von Fotos müsse immer das Urheber- und Persönlichkeitsrecht berücksichtigt werden, da sonst teils sehr hohe Geldstrafen fällig würden, so Herr Stöger. Welche Gefahren darüber hinaus im Internet lauern und welche Auswirkungen sie auch auf das reale Leben haben können, das demonstrierte ein Film, der Alltagssituationen von Jugendlichen mit Bezug zu Medien zeigte. Dabei wurden u.a. illegale Downloads, Passwortsicherheit, das Verhalten in sozialen Netzwerken und die „Materialschlacht“ um das neueste Smartphone thematisiert.

Eine besonders schwerwiegende Problematik, die das Internet mit sich bringt, ist seit geraumer Zeit unter der Bezeichnung „Cybermobbing“ in aller Munde. Aus diesem Grund stand das Thema Cyber-Bullying beim diesjährigen Safer Internet Day speziell im Fokus. Anhand eines Films wurde den Schülern authentisch vor Augen geführt, was bei Cybermobbing passiert und wie es die unterschiedlichen Lebensbereiche des Opfers beeinflusst. Die Schüler zeigten sich darüber sichtlich betroffen und schockiert. Durch das Analysieren des Verhaltens der Filmcharaktere versuchten sich die Schüler daraufhin in die jeweiligen Situationen hineinzuversetzen, um so das Handeln zu verstehen und zu bewerten. Aber was tun, wenn man selbst Opfer von Cybermobbing wird? Zu dieser Frage sammelten die Klassen zahlreiche Ideen zu Personen, an die man sich wenden kann, und gingen gleichzeitig auf die Prävention von Cybermobbing ein. Konkret wurde es in der anschließenden Gruppenarbeit, bei der die Schüler verschiedene Situationen von (Cyber-)Mobbing szenisch darstellten und so Probleme und Lösungsansätze veranschaulichten.

Am Ende des Vormittags nahmen die Schülerinnen und Schüler nicht nur zahlreiche wissenswerte Informationen und neue Sichtweisen des Internets, sondern vielleicht auch den einen oder anderen Vorsatz für die Zukunft mit nach Hause.

 

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