Das Gymnasium Dingolfing nahm am vergangenen Freitag an der Aktion Fridays for Future teil. Nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg wurde zwar nicht gestreikt, aber in der Pause eine Podiumsdiskussion zum Thema Umweltschutz gestartet. Eingeladen waren Landrat Heinrich Trapp, ödp-Kreisvorsitzender und Koordinator des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ Klaus Seufzger und Franz Anneser vom Bund Naturschutz. Die Aktion wurde von den Schülerinnen der Q12 Franziska Sänftl und Lena Mauersberger organisiert und von Isabella Vogl moderiert.
Dabei spielte das Volksbegehren "Rettet die Bienen" eine nicht unwesentliche Rolle. "Es ist wichtig, sich für das Volksbegehren zu interessieren. Auch wenn ihr noch nicht unterschreiben dürft, informiert euch über die Inhalte und animiert eure Eltern, zu unterschreiben, denn in den Medien werden oft falsche Fakten geliefert", so Klaus Seufzger.

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Auf die Frage, ob vegane Ernährung wichtig für den Tierschutz sei, waren sich die drei Politiker einig. Man müsse nicht auf den Genuss verzichten, wenn man auf die Herkunft des Tieres achtet. Wenn das Tier ohne Pestizid belastete Nahrung aufgewachsen ist und es ein faires Leben hatte, dann kann man es ohne Bedenken essen, war die Meinung. Keinesfalls darf Veganismus auf einer Glaubensfrage basieren. Trotzdem sollte man aber den Fleischkonsum reduzieren.


Der Landkreis leistet bereits sehr viel, um eine Gesellschaft zu etablieren, die sich für die Zukunft und Umwelt interessiert. Ein Beispiel hierfür sei die Dreifachturnhalle, die generalsaniert wurde und jetzt einen erheblich geringeren Anteil an Energie verbraucht als vor der Sanierung. Demnächst will Landrat Heinrich Trapp einen ökologischen Lernort für Schüler und Erwachsene errichten, der Antwort auf Umwelt- und Klimafragen gibt. "Es ist wichtig, nicht in eine Wohlfühlhaltung zu gelangen. Denn auch der Einzelne kann seinen Beitrag leisten. Jeder noch so kleine Schritt führt zum Ziel. Beispielsweise der Verzicht auf Plastikprodukte hilft schon", schlug der Zwölftklässler Severin Prenitzer in der Diskussionsrunde vor.
Franz Anneser betonte, dass die jetzige Generation die Benutzung erneuerbarer Energien erkämpfen müsse. Dass bisher nur ein Fünftel der Dächer im Landkreis mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet seien, finde er schade.
Die Oberstufenschüler/-innen und Schüler/-innen der zehnten Klassen bereiteten Stände mit Informationen zu den Themen Atomkraft und alternative Stromerzeugungsarten, Tierschutz, Mikroplastik, Artensterben und Regenwald vor. Besonders wichtig war es den Organisatorinnen mit diesen Plakaten Alternativen aufzuzeigen und Tipps zu geben für ein nachhaltigeres Leben. Den größten Applaus verdiente sich aber Schulleiter Helmut Ettengruber, als er die Pause um eine Viertelstunde verlängerte. Insgesamt war die Veranstaltung eine informative Abwechslung zum Schulalltag.


Magdalena Nadler, Klasse 10c

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