In vier verschiedenen Workshops wurden die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe einen ganzen Vormittag über das Internet und dessen Gefahren informiert. Die Themenbereiche WhatsApp, Cyber-Mobbing, und übermäßige Mediennutzung erläuterten die Lehrer näher. Herr Stöger von der Polizei informierte über die rechtlichen Konsequenzen bei Missachtung der gesetzlichen Regelungen. Am Abend wurden dann die Eltern bei Vorträgen von der Lehrkraft Frau Baumgartner, Herrn Stöger und Rechtsanwalt Kempe informieren.

In dem Workshop „WhatsApp“ lernten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen Fakten zu der beliebten und weit verbreiteten Handy-App. Das war am vergangenen Dienstag ein wichtiger Bestandteil des Safer Internet Day am Gymnasium Dingolfing, der europaweit in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammen für ein besseres Internet“ stand. Medienpädagogin Anita Baumgartner erläuterte die Gefahren dieser App und untersuchte mögliche Sicherheitseinstellungen, welche die Nutzer selber vornehmen können. Dabei wurde geklärt, ab welchem Alter WhatsApp genutzt werden darf (nämlich ab 16 Jahren!) und welche Rechte der Anbieter hat. Die Schüler waren schockiert darüber, dass WhatsApp auf alle Daten zugreifen kann. „Ein Bild muss nur in deiner Galerie vorhanden sein und WhatsApp hat schon Zugriff darauf“, so Anita Baumgartner.

Im Internet ist es oft schwierig zu entscheiden, was strafbar ist und was nicht. Wie illegale Verstöße zu vermeiden sind, erklärte den Schülerinnen und Schülern Jugend- und Präventionsbeamter Konrad Stöger von der Polizeiinspektion Dingolfing. Dabei berief er sich auf einige aktuelle Fallbeispiele. Beim Veröffentlichen von Fotos muss z.B. immer das Urheber- und Persönlichkeitsrecht berücksichtigt werden. Bei Rechtswidrigkeiten, wie dem Versenden verbotener Bilder, z.B. Pornographie, muss die Polizei ermitteln.

Beim Workshop „Mediennutzung – Medien Non-stopp“ sollten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Fragebogens selbst einschätzen: Welche Medien benutze ich täglich, welche nur hin und wieder? Wie zu erwarten war, lagen bei der Häufigkeit der Nutzung Handy und Internet ganz vorne. Dass es daneben aber auch noch ein echtes Leben gibt, zeigte der Clip „Dein Leben ist nicht als App erhältlich“. Die Veranstaltungen gaben den Schülerinnen und Schülern nicht nur zahlreiche wissenswerte Informationen zum Thema Internet, sondern auch ein paar Vorsätze und Verhaltensregeln für die Zukunft mit.

Im Workshop „Cyber-Mobbing“ beschäftigten sie sich mit einem Fall, der in einem erschreckenden Film vorgestellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler versuchten sich in die einzelnen Personen hineinzuversetzen und überlegten, wie man sich in solchen Situationen Hilfe und Unterstützung holen kann.

Am Abend waren dann die Eltern der Sechstklässler eingeladen, sich zu informieren: Frau Baumgartner in ihrer Funktion als Medienpädagogisch-informationstechnische Beratungslehrkraft informierte über den Ablauf und Inhalt des Vormittags. Unterstützt wurde sie durch Vorträge von Herrn Stöger und von Rechtsanwalt Herrn Kempe. Das Fazit der Veranstaltung war, dass Eltern mit der richtigen Mischung aus Verboten, Überwachung, Interesse und Begleitung dazu beitragen können, dass sich Kinder besser im Netz zurechtfinden.

Schülerzeitung, Mitarbeit: Magdalena Nadler

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