„Du bist verrückt mein Kind, du mußt nach Berlin. Wo die Verrückten sind, da jehörste hin!“ oder „Eine Seefahrt, die ist lustig...“

Montag, den 23.7.2018, startet zu noch nachtschlafender Zeit eine Reisegruppe von 58 Schülerinnen und Schülern und ihren 4 Lehrern vom Brunnenhof aus Richtung Bundeshauptstadt. Nach knapp 8 Stunden Fahrt und mehreren Stopps an pittoresken Autobahnrastplätzen erreichen wir unsere erste Destination: Das Meininger an der East Side Gallery. Den Bus verlassend werden wir auch gleich mit etwas vertraut, das uns die kommenden Tage begleiten soll und die Klimaanlage im Bus fast vergessen hat lassen: Es ist brütend heiß. Nach dem Check-in machen wir uns auf, unsere Nachbarschaft zu erkunden und statten der East Side Gallery und der Oberbaumbrücke einen Besuch ab. Im Anschluss daran geht es weiter zum Alex.

berlin2018 2Dienstag, den 24.07.2018. Der Tag beginnt mit einer geführten Stadtrundfahrt. Wir machen Halt an den verschiedensten Stellen und erkunden Berlin. Museumsinsel, Humboldtbox, Gendarmenmarkt und Checkpoint Charlie sind unsere Stopps und wir werden auf der Fahrt durch Berlin durch die bewegte Geschichte der Stadt, insbesondere natürlich im 20. Jahrhundert, mitgenommen. Am Potsdamer Platz angelangt geht es mit dem schnellsten Aufzug Europas über die Dächer Berlins mit einem perfekten Blick auf den Platz, die ehemals größte Baustelle Europas. Gemäß dem die Reise begleitenden Lied „Eine Seefahrt, die ist lustig“, danke an dieser Stelle an Herrn Alianza und die Theatergruppe der 10. Klassen, macht die gesamte Gruppe noch eine Bootsfahrt auf der Spree, bevor es im Anschluss in den deutschen Bundestag geht und wenig später das interessante Abgeordnetengespräch mit Max Straubinger stattfindet, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert und wohl vorbereitet zeigen. Nach dem Besuch der Kuppel verbleibt noch eine kleine Gruppe am Reichstag, um sich die Film- und Lichtprojektion im Parlamentsviertel am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus anzusehen, der andere Teil macht sich auf die Nahrungssuche, bevor man sich später wieder im Hotel trifft. Ein langer und intensiver Tag neigt sich dem Ende zu.
Mittwoch, den 25.07.2018. Nach dem Frühstück im Hotel fährt uns der Bus ins Nikolaiviertel und zum Roten Rathaus, wenig später geht es weiter nach Hohenschönhausen. Aufgeteilt in drei Gruppen erfahren wir viel über die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung in Berlin anhand eines besonders düsteren Kapitels. Sehr nachdrücklich wird uns deutlich gemacht, wie glücklich wir uns schätzen dürfen, dass wir Freiheit als unser höchstes Gut besitzen dürfen. Nach einer eher nachdenklichen Fahrt an den Kurfürstendamm bekommen die Schülerinnen und Schüler nun die Gelegenheit, das KaDeWe kennenzulernen oder das Europacenter und einen entspannten Nachmittag mit Spazieren gehen oder Einkaufen zu verbringen. Am Abend trifft sich die Gruppe nochmals an der Gedächtniskirche und macht sich im Anschluss auf in Richtung Hotel.
Donnerstag, den 26.07.2018. Nach einem aufregenden Vormittag und dem Kennenlernen der Berliner Verkehrsbetriebe holt uns Franz, unser Busfahrer aus dem Emsland ab und wir machen uns auf die fast stau- und umleitungsfreie Heimreise und gelangen schließlich heil und unversehrt um 20 Uhr abends wieder am Ausgangspunkt unserer Reise an.
Dingolfing hat uns wieder, im Kopf aber bleibt: Wannsee ich dich wieder?

H. Kölnsperger

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